Ein sicheres Spiel: Wie man Spielsucht erkennt und Unterstützung in Österreich findet

neobet at gehört oder selbst online gespielt – umso wichtiger ist es, die potenziellen Fallstricke zu kennen und präventiv zu handeln.

Spielsucht verstehen: Was ist das eigentlich?

Bevor wir uns den Unterstützungsmöglichkeiten widmen, ist es wichtig zu verstehen, was Spielsucht genau ist. Spielsucht, auch pathologisches Glücksspielen genannt, ist eine anerkannte psychische Erkrankung. Es handelt sich um einen unwiderstehlichen Drang zum Glücksspiel, der trotz negativer Konsequenzen wie finanziellen Problemen, Beziehungsschwierigkeiten oder dem Verlust des Arbeitsplatzes nicht kontrolliert werden kann. Es ist keine Frage der Willensstärke, sondern eine ernsthafte Abhängigkeit.

Wie äußert sich Spielsucht? Anzeichen, die Sie kennen sollten

Die Anzeichen von Spielsucht können vielfältig sein und sich bei jedem Menschen anders äußern. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein, sowohl bei sich selbst als auch bei Freunden oder Familienmitgliedern.

  • Immer höhere Einsätze: Der Betroffene muss immer mehr Geld einsetzen, um die gleiche Erregung zu spüren.
  • Gedanken kreisen ums Spielen: Ständiges Nachdenken über vergangene Spielerlebnisse, Planung zukünftiger Spiele oder wie man an Geld zum Spielen kommt.
  • Versuche, das Spielen zu kontrollieren: Wiederholte, aber erfolglose Versuche, das Spielen einzuschränken, zu beenden oder zu kontrollieren.
  • Unruhe oder Reizbarkeit: Wenn versucht wird, das Spielen einzuschränken oder zu beenden.
  • Spielen als Flucht: Spielen, um Problemen zu entfliehen oder unangenehme Gefühle wie Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depression zu lindern.
  • Lügen: Verheimlichen des Ausmaßes der Spielbeteiligung vor Familienmitgliedern, Therapeuten oder anderen.
  • Gefährdung von Beziehungen und Karriere: Verlust wichtiger Beziehungen, des Arbeitsplatzes, der Ausbildung oder Karrieremöglichkeiten aufgrund des Spielens.
  • Verlassen auf andere: Sich auf andere verlassen, um durch das Spielen verursachte finanzielle Notlagen zu lindern.
  • Rückfälle: Auch nach längeren Spielpausen kann der Drang zum Spielen wiederkehren.

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jedes dieser Anzeichen einzeln sofort auf eine Spielsucht hindeutet. Doch wenn mehrere dieser Punkte über einen längeren Zeitraum auftreten, sollte man hellhörig werden.

Unterstützung in Österreich: Wo finde ich Hilfe?

Die gute Nachricht ist: Sie sind nicht allein! In Österreich gibt es zahlreiche Anlaufstellen und Organisationen, die professionelle Hilfe und Unterstützung für Betroffene von Spielsucht und deren Angehörige anbieten. Es ist ein mutiger Schritt, sich Hilfe zu suchen, und der erste Schritt zur Genesung.

Erste Anlaufstellen und Beratungszentren

Der erste Schritt ist oft der schwierigste, aber auch der wichtigste. Scheuen Sie sich nicht, Kontakt aufzunehmen.

Spezialisierte Beratungsstellen für Spielsucht

In ganz Österreich gibt es Beratungsstellen, die sich auf die Behandlung von Spielsucht spezialisiert haben. Diese bieten vertrauliche Gespräche, individuelle Beratung und oft auch Gruppenangebote an. Hier können Sie offen über Ihre Probleme sprechen, ohne verurteilt zu werden. Die Berater sind geschult und können Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie aus der Sucht herausfinden.

  • Spielsuchthilfe Österreich: Eine zentrale Anlaufstelle, die Informationen, Beratung und Vermittlung zu Therapieangeboten bietet. Sie haben oft eine Hotline oder Online-Beratung.
  • Landesweite Suchtberatungsstellen: Jedes Bundesland in Österreich verfügt über eigene Suchtberatungsstellen, die auch Spielsucht behandeln. Eine schnelle Online-Suche nach “Suchtberatung [Ihr Bundesland]” führt Sie zu den lokalen Angeboten.
  • Caritas und Diakonie: Diese Wohlfahrtsorganisationen bieten ebenfalls Suchtberatung und Unterstützung an, oft mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Online-Beratung und Selbsttests

Für viele ist der Schritt in eine persönliche Beratung zunächst zu groß. Online-Angebote können hier eine gute erste Anlaufstelle sein.

  • Anonyme Online-Beratung: Viele Beratungsstellen bieten auch anonyme Online-Chats oder E-Mail-Beratung an. Dies kann eine niedrigschwellige Möglichkeit sein, erste Fragen zu klären und sich zu informieren.
  • Selbsttests: Auf den Webseiten vieler Hilfsorganisationen finden Sie Selbsttests, die Ihnen helfen können, Ihr Spielverhalten einzuschätzen. Diese Tests sind keine Diagnose, können aber ein erster Indikator sein.

Therapieformen und Behandlungsmöglichkeiten

Wenn eine Spielsucht diagnostiziert wird, gibt es verschiedene Therapieansätze, die helfen können.

Ambulante Therapie

Bei der ambulanten Therapie besuchen Sie regelmäßig Termine bei einem Therapeuten oder in einer Beratungsstelle, leben aber weiterhin zu Hause. Dies ermöglicht es, die Therapie in den Alltag zu integrieren und das Gelernte direkt anzuwenden.

Stationäre Therapie

In schwereren Fällen kann eine stationäre Therapie in einer spezialisierten Klinik notwendig sein. Hier leben Sie für eine bestimmte Zeit in der Einrichtung und erhalten eine intensive, strukturierte Behandlung. Dies ermöglicht eine vollständige Distanzierung vom Spielumfeld.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Spieler (Gamblers Anonymous) bieten eine wichtige Ergänzung zur professionellen Therapie. Hier treffen sich Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und unterstützen sich gegenseitig. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann sehr entlastend sein und neue Perspektiven eröffnen.

Unterstützung für Angehörige

Spielsucht betrifft nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch sein gesamtes Umfeld. Angehörige leiden oft unter den finanziellen, emotionalen und sozialen Folgen. Auch für sie gibt es Unterstützung:

  • Angehörigenberatung: Viele Beratungsstellen bieten spezielle Sprechstunden für Angehörige an. Hier können Sie lernen, wie Sie mit der Situation umgehen, sich abgrenzen und den Betroffenen unterstützen können, ohne sich selbst zu überfordern.
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige: Ähnlich wie für Betroffene gibt es auch Gruppen für Angehörige, in denen sie sich austauschen und gegenseitig stärken können.

Prävention: Wie man Spielsucht vorbeugen kann

Der beste Weg, mit Spielsucht umzugehen, ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier sind einige Tipps zur Prävention:

  • Limits setzen: Legen Sie vor dem Spielen ein festes Budget fest und überschreiten Sie es nicht. Setzen Sie sich auch ein Zeitlimit.
  • Pausen machen: Machen Sie regelmäßig Pausen und spielen Sie nicht, wenn Sie sich gestresst, traurig oder gelangweilt fühlen.
  • Nicht als Problemlösung nutzen: Glücksspiel ist keine Lösung für finanzielle oder emotionale Probleme.
  • Informieren Sie sich: Kennen Sie die Risiken und die Anzeichen von Spielsucht.
  • Sperren nutzen: Viele Online-Casinos bieten Selbstausschluss-Optionen an. Nutzen Sie diese, wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren.

Fazit: Ein verantwortungsvoller Umgang ist der Schlüssel